Drohnenrettung mit System – Julia Klöckner zu Besuch in Nordlippe

Julia Klöckner ist aktuell unterwegs auf der #LandDigital-Tour und hat uns in Nordlippe besucht. Wir hatten die Möglichkeit ihr unser Herzensprojekt Save-The-Kitz und AGRARMONITOR vorzustellen.

Julia Klöckner, die Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung ist aktuell unterwegs auf der #LandDigital-Tour in Ostwestfalen-Lippe und hat uns gestern in Nordlippe besucht. Dabei stand das Thema „Aktive ländliche Räume mit Zukunft“ im Mittelpunkt der Veranstaltung. Im Rahmen ihres Vortrags hat die Ministerin die Bedeutung der ländlichen Entwicklung für den Bund thematisiert und verschiedene Projekte, die mit Hilfe staatlicher Förderprogramme umgesetzte werden, vorgestellt. Die Region Nordlippe nutzt die Gelder ebenso, um verschiedene Projekte voranzubringen, wie die Information von Kindern und Jugendlichen über alte Nutztierrassen durch die ehrenamtlichen Helfer des Vereins „Tiere im Dorf“, oder das Schulprojekt Save-the-Kitz.

Seit 2018 wird am Engelbert-Kaempfer-Gymnasium in Lemgo im Rahmen einer Technik-Arbeitsgemeinschaft eine spezielle Drohne entwickelt, die auf die Rettung von Rehkitzen ausgelegt ist. Das bedeutet, dass die Drohne eine längere Flugzeit aufweist und auch leiser ist, als vergleichbare, am Markt verfügbare Produkte. Somit können mit nur einer Akkuladung bis zu 17ha nach Kitzen abgesucht werden, ohne das Wild zu verängstigen.

Die Kontrolle der Wiesen vor dem Mähen dient dazu, die von den Ricken in der Fläche versteckten Kitze aufzusuchen. Mit Hilfe der Drohnen kann das junge Wild gefunden und gerettet werden. Dabei ist es wichtig, dass die Tiere nicht in den direkten Kontakt mit einem Menschen kommen, damit sie den Geruch nicht annehmen und hinterher von ihren Müttern verstoßen werden. Jedoch dient diese Aktion nicht ausschließlich dem Schutz der Wildtiere vor dem Tod durch ein Mähwerk – sondern auch der Futterqualität für die Nutztiere.

Jedoch steckt noch mehr hinter dem Projekt als die Entwicklung der Drohnen, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet sind. Die Flüge über die Flächen müssen zum einen geplant werden und zum anderen müssen die Flächen auch gefunden werden. Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe möchten die neue Technologie nutzen, um das Wild und die Tiere auf dem Betrieb zu schützen. Demnach erweitert sich der Radius in dem die Drohne zum Einsatz kommt, kontinuierlich. In diesem Jahr wurden über 1700ha beflogen und mehr als 250 Rehkitze gerettet.

Zur Verbesserung der Planung der Einsatzorte und der Navigation zu den Flächen stellen wir für dieses Herzensprojekt unsere Betriebsführungssoftware AGRARMONITOR kostenlos zur Verfügung. Das Team aus Schülern, Lehrern, Jägern und weiteren ehrenamtlichen Helfern kann den Landwirten einen Link zusenden, der einen Zugang zur Ackerschlagverwaltung von AGRARMONITOR ermöglicht. Dort können die Flächen eingezeichnet, oder als Shape-Dateien aus dem Flächenantrag hochgeladen werden. Damit ist die Planung und Koordinierung der meist jungen Piloten dann kinderleicht.