Austausch mit NRW-Innenminister Herbert Reul

Landwirte und Lohnunternehmer sind eine spürbare Unterstützung für die öffentliche Gefahrenabwehr

Spätestens seit der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021, bei der ganze Ortschaften im Westen
Deutschlands zerstört wurden, werden Landwirte und Lohnunternehmen heute mancherorts „Helden mit Traktoren” genannt. Die Jahrhundertflut verursachte Sachschäden in Milliardenhöhe und es waren die Lohnunternehmen, Landwirte und Bauunternehmer, die direkt nach den Einsatzkräften ausrückten, um
den Hochwasseropfern mit Traktoren, Radladern, Fässern, Spezialgerät und Manpower zu helfen. Wo die Städte und Gemeinden an ihre Grenzen kamen, hielt die landwirtschaftliche Infrastruktur stand.

Experten rechnen wegen des Klimawandels mit einer Häufung extremer Wetterereignisse. Der diesjährige Sommer stellte weite Teile Deutschlands bereits vor neue Herausforderungen: Unzählige Wald-, Flächen-, und Vegetationsbrände. Und es sind wieder die Lohnunternehmer und Landwirte, die bei der Bewältigung einen großen Beitrag leisten können.

Öffentliche Stellen kommen in Extremlagen an ihre Grenzen. Neue Konzepte müssen in Zukunft entwickelt und die Hilfe der landwirtschaftlichen Branche miteinbezogen werden. Der Austausch mit Politikern zu branchenrelevanten Themen liegt AGRARMONITOR sehr am Herzen und so lud das Unternehmen zu einem Ideenaustausch ein. Der Einladung zum Lohnunternehmen Schafmeister in Lemgo folgten Ende August NRW-Innenminister Herbert Reul, mehrere Bürgermeister, NRW-Landtagsabgeordnete und die Spitze des Bevölkerunsgschutzes im Landkreis Lippe.

Die Technik steht auf unserem Hof. Im Sommer stehen sofort mehrere Fässer zur Verfügung, die nicht im Betrieb genutzt werden

Tobias Schafmeister

Im Mittelpunkt des Austauschs mit Minister Reul stand die Bereitstellung und Logistik von Löschwasser. „Die Technik steht auf unserem Hof. Im Sommer stehen sofort mehrere Fässer zur Verfügung, die nicht im Betrieb genutzt werden.”, erläutert Tobias Schafmeister vom Schafmeister Agrarservice.

Die Fässer mit 28cbm Fassungsvermögen sind Dank der eingesetzten Zugfahrzeuge hochgeländegängig und durch die professionellen Mitarbeiter zielgerichtet einzusetzen. Besonders beeindruckend für die Anwesenden sind auch die Förderleistungen der integrierten Pumpen von bis zu 6000l pro Minute, welche es dem Team um Tobias Schafmeister erlauben, im Einsatzfall schnell zusätzliches Löschwasser andie entlegensten Stellen zu bringen. Dazu werden klare Konzepte definiert damit im Ernstfall alle Räder ineinander greifen.

Die anwesenden Entscheidungsträger, um Minister Reul und Kreisbrandmeister Wolfgang Kornegger, waren sich schnell einig, dass professionelle Landwirte und Lohnunternehmen als echte Profis eine spürbare Unterstützung für die öffentliche Gefahrenabwehr sein können.

Ein Konzept aus dem Landkreis Lippe, welches so oder in ähnlicher Form auch in anderen Teilen des Landes funktionieren kann.